{"id":1026,"date":"2020-12-20T22:05:59","date_gmt":"2020-12-20T21:05:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gruene-wolfhagen.de\/?page_id=1026"},"modified":"2026-02-12T00:02:25","modified_gmt":"2026-02-11T23:02:25","slug":"die-gruenen-woh-wahlprogramm-kommunal-2021","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.gruene-wolfhagen.de\/?page_id=1026","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Wahlprogramm Kommunalwahl 2021"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Klimaschutz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Klimaschutz ist als eine generationen\u00fcbergreifende kommunale Daueraufgabe zu verstehen.<\/strong><br \/>\nEin zus\u00e4tzliches Bewertungskriterium, welches bei allen kommunalen Ma\u00dfnahmen es <strong>zu<\/strong> ber\u00fccksichtigen gilt. Die Kommunalverwaltung ist aufgerufen, hier ihren Gestaltungsspielraum auszusch\u00f6pfen und auch als Vorbild zu fungieren.<\/p>\n<p>Die Stelle des&nbsp; Klimaschutzmanagers der Stadt Wolfhagen ist deshalb als Vollzeitstelle langfrisitig zu sichern und ist bei allen Verwaltungsentscheidungen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Konkret wollen die GR\u00dcNEN Wolfhagen, dass die regionale Stromerzeugung durch Nutzung der Dachfl\u00e4chen aller geeigneten st\u00e4dt. Liegenschaften f\u00fcr Solarstrom gest\u00e4rkt wird.<\/p>\n<p>Ferner die Verabschiedung einer Solarpflicht bei neu geplanten Privat- und Gewerbeimmobilien (z.B. auch im Hiddenser Feld). Dies kann durch eine \u00c4nderung der Vorgaben des Bebauungsplan oder durch geeignete Vertragsgestaltung beim Verkauf von Bauland \/ Liegenschaften gestaltet werden. &nbsp;Durch Wahlm\u00f6glichkeit zwischen Eigenstromerzeugung oder Verpachtung der Dachfl\u00e4chen an einen Investor und Betreiber (Stadtwerke, B\u00fcrgerenergiegenossenschaften) werden auch abweichende Eigent\u00fcmerinteressen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die gewonnene Energie sollen soweit wie m\u00f6glich selbst verbraucht werden, in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken sollten Speicherkonzepte (lokale netzdienliche Batteriespeicher und &nbsp;Schwarmspeicheroptionen) unter Nutzung von F\u00f6rderprogrammen aufgestellt und umgesetzt werden. Die Ladeinfrastruktur f\u00fcr Fahrzeuge und Fahrr\u00e4der ist&nbsp; zu f\u00f6rdern.&nbsp; Das Niederspannungsverteilnetz ist durch die Stadtwerke zu ert\u00fcchtigen, um zuk\u00fcnftigen Nutzungen langfristig gerecht&nbsp; zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;Dazu geh\u00f6rt auch die F\u00f6rderung von Ladeinfrastruktur f\u00fcr Fahrzeuge und Fahrr\u00e4der.&nbsp; Der Fuhrpark der Stadt soll bei anstehenden Neuanschaffungen priorit\u00e4r unter dem Kriterium maximal erreichbarer Klimavertr\u00e4glichkeit f\u00fcr den jeweiligen Verwendungszweck erfolgen. Das gilt auch f\u00fcr Beleuchtung, Heizung, Klima, Sanit\u00e4r und bei st\u00e4dtischen Bauma\u00dfnahmen, bei denen eine hohe Energieeffizienz zu erreichen ist.<br \/>\nDie sog. Lichtverschmutzung durch Beleuchtung ist unter Abw\u00e4gung weiterer Interessen, z.B. Verkehrssicherheit, aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden (Insektensterben) m\u00f6glichst gering zu halten.<\/p>\n<p>Die GR\u00dcNEN bef\u00fcrworten das Repowering bestehender Windenergieanlagen (WEA) auf einer vielfach h\u00f6heren Effizienz in der \u00d6kostromgewinnung und der Nutzung bereits bestehender Infrastruktur und Fl\u00e4chen. Neue WEA sollen priorit\u00e4r auf belasteten Fl\u00e4chen erstellt werden. Der Natur-\/Umweltschutz ist bei einer Standortwahl gegen\u00fcber der Stromgewinnung gleichrangig zu bewerten.<\/p>\n<p>Eine digitale Plattform soll k\u00fcnftig einen st\u00e4ndigen B\u00fcrgerdialog erm\u00f6glichen und dem Wissensaustausch zum Klimaschutz dienen. So erfolgt eine rasche Vernetzung von kommunalen Aktivit\u00e4ten, Unternehmensprojekten, zivilgesellschaftlichen Initiativen und interessierten Einzelpersonen. &nbsp;Nicht zuletzt kann eine solche Plattform auch im Rahmen einer schulischen Themenvermittlung genutzt werden.<\/p>\n<p><strong>&gt; Landschaftsschutz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Trinkwasser und Boden sind unsere wertvollsten G\u00fcter. Deshalb muss der sensible Umgang mit dieser Lebensgrundlage Priorit\u00e4t haben.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt es, den Fl\u00e4chenverlust an Ackerb\u00f6den und freier Landschaft durch Neuversieglungen verantwortungsvoll zu begrenzen und den Eintrag von Schadstoffen in Gew\u00e4sser zu vermeiden. Ausgleichsma\u00dfnahmen sind sinnvoll und zweckentsprechend zu gestalten. Sie m\u00fcssen ambitioniert umgesetzt und kontrolliert werden.&nbsp; Eine Kontrolle soll durch j\u00e4hrliche Berichtspflicht gegen\u00fcber dem Stadtparlament und stichprobenhafte vor Ort \u00dcberpr\u00fcfung im Rahmen des B\u00fcrgerbeganges&nbsp; erfolgen. Die Umwidmung von landwirtschaftlich oder naturschutzfachlich relevanten oder landschaftsbildpr\u00e4genden Fl\u00e4chen (z.B. Kampwiesen) ist unbedingt zu vermeiden. Industrie- und Gewerbeentwicklung auf belasteten Fl\u00e4chen ist zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige Berichtspflicht mit Ver\u00f6ffentlichung der Grundwasserst\u00e4nde der Brunnen im Stadtwald.<\/p>\n<p>Kritische Standortbewertung bei neuen Biogasanlagen und Entwicklung eines eigenen Konzeptes f\u00fcr die energetische Verwertung von Schwachholz und Schnittgutabf\u00e4llen in&nbsp; Biogasanlagen anstelle von \u201eEnergiemais\u201c. Entsprechende kommunale Konzepte werden bereits&nbsp; anderenorts in Hessen umgesetzt. Der klimaresiliente Umbau des Stadtwaldes soll fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Entwicklung eines Naturschutzgebietes Erpetal mit Schutzstatus und Einbindung in ein touristisches Konzept als Teil von Biotoppflege. Dabei ist ein Mitwirken der Stadt Wolfhagen in einem zuk\u00fcnftigen interkommunalen Landschaftspflegeverband des Landkreises Kassel anzusteben<\/p>\n<p>Biodiversit\u00e4t ist wesentlich. Brummen und Zwitschern auf Wiese, in Feld und Wald bedarf des Bl\u00fchens! Ackerrandstreifen, Renaturierung, Anlage von Feldgeh\u00f6lzen, St\u00e4dtisches Gr\u00fcn und Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcn sind nach dieser Pr\u00e4misse zu gestalten. Der st\u00e4dtisch durchgef\u00fchrte R\u00fcckschnitt von Feldgeh\u00f6lze ist daran auszurichten und naturfachlich geeignet umzusetzen.<br \/>\nIn einem Bestandsverzeichnis ist zu erheben, welche Fl\u00e4chenbereiche von Wegeparzellen im Eigentum der Stadt Wolfhagen fremdgenutzt werden. &nbsp;Diese Fl\u00e4chen sind wieder ihrer Aufgabe als extensive Bewirtschaftungsfl\u00e4che und als Verbindungsstreifen f\u00fcr Natur-\/Artenvielfalt zuzuf\u00fchren.<br \/>\nDies gilt auch f\u00fcr Gew\u00e4sserrandstreifen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n&gt; Stadtentwicklung und Infrastruktur<\/strong><\/p>\n<p><strong>Reduktion der Kurzstreckenverkehre, F\u00f6rderung des Radverkehrs und Attraktivit\u00e4tssteigerung der alten d\u00f6rflichen und st\u00e4dtischen Kernbereiche.<\/strong><\/p>\n<p>Der innerst\u00e4dtische Busverkehr soll langfristig erhalten bleiben und attraktiv gestaltet werden.<\/p>\n<p>Die Aufstellung von sog. &nbsp;\u201eMitfahrerb\u00e4nklies\u201c in den Ortsteilen f\u00fcr Fahrten in die Kernstadt und an ausgesuchten Orten in der Kernstadt f\u00fcr Fahrten in die Ortsteile. Diese sind mit auf die Ziele bezogener hinweisender Kennzeichnung zu versehen. Dazu bereits bestehende private Initiativen sind zu unterst\u00fctzen und zu integrieren.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung und der Ausbau des Radwegenetzes in Wolfhager Land. Radwegeverbindungen von den Stadtteilen in die Kernstadt. &nbsp;Eine qualitative Verbesserung und ggfs. Neutrassierung bestehender Radwege entsprechend des vorliegenden Bestandsberichtes mit Zielvorgaben des ADFC.<br \/>\nAuf kommunalen Hauptstra\u00dfen bei denen kein Radweg als separate Spur realisierbar ist, sind fahrbahnmarkierte Fahrradschutzstreifen mit dem Symbolzeichen &nbsp;&nbsp;aufzubringen, die durch ihre Hinweiswirkung zu mehr Sicherheit f\u00fchren und die gleichwertige Verteilung des verf\u00fcgbaren Verkehrsraumes dokumentieren.&nbsp; Die &nbsp;Ansiedlung eines weiteren Fahrradgesch\u00e4ftes \/ Reparaturservice &nbsp;sollte unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Die Verkehrssituation vor der Walter-L\u00fcbcke-Schule mit Ortseingangsverkehr, Werksverkehr, Bring-und Abholverkehr, Parkplatzsucher, Busverkehr und Fu\u00df- und Radverkehr&nbsp; muss weiter entsch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p>St\u00e4dtebauliche Entwicklung und energetische Sanierung von Innenstadtbereichen und der alten Kernbereiche in den Ortsteilen. Bestandserfassung, Sanierungsbedarf, Beratungshilfe und Koordination bestehender, st\u00e4dtebaulicher und energetischer F\u00f6rderprogramme. Durch Beratung und B\u00fcndelung von F\u00f6rderma\u00dfnahmen kann die finanzielle Belastung der Eigent\u00fcmer bei Sanierungen innerst\u00e4dtischer\/innerd\u00f6rflicher Quartiere deutlich reduziert werden und so attraktiver Wohnraum in Kernbereich geschaffen und diese belebt&nbsp; werden.<br \/>\nFerner Anreizprogramme zur Ansiedlung von jungen Familien in alten Ortskernen.<\/p>\n<p>Verhinderung einer weiteren Verschotterung von Vorgartenbereichen neubebauter Grundst\u00fccke durch Bauleitvorgaben zu einer naturbezogener Gartengestaltung.<\/p>\n<p>\u00c4nderung des bisherigen, ungerechten Verfahrens der Erhebung von Stra\u00dfenbaubeitr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung des Ehrenamtes und Benennung eines Ansprech- und Koordinierungspartners in der Stadtverwaltung f\u00fcr Vereine und Initiativen. Eine kostenfreie Zurverf\u00fcgungstellung st\u00e4dt. Liegenschaften f\u00fcr Vereine und soziale Initiativen soll bestehen bleiben.<\/p>\n<p>Weitere qualitative Sicherung und Entwicklung des Betreuungsangebotes f\u00fcr Kinder im Bereich 1 \u2013 6 Jahren.<\/p>\n<p><strong>&gt; Gesundheitliche Versorgung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die gesundheitliche Versorgung ist ein wichtiger Punkt der Lebenszufriedenheit und bei der Attraktivit\u00e4t des Lebens im l\u00e4ndlichen Bereich f\u00fcr Familien. Ma\u00dfnahmen der Daseinsvorsorge sollen weiter ohne Profitinteresse durch die \u00f6ffentliche Hand gew\u00e4hrleistet werden.<\/strong><\/p>\n<p>Die Rekommunalisierung der Kreiskliniken war hierbei ein gro\u00dfer Erfolg und ein wichtiger Baustein, die station\u00e4re Grundversorgung in der Fl\u00e4che zu erhalten und gleichzeitig einen Ankerpunkt f\u00fcr die Notfallversorgung und die ambulante Versorgung&nbsp; durch Fach\u00e4rzte&nbsp; (Belegbetten\/amb. Operationen) zu bieten.<\/p>\n<p>Eine Beteiligung am Programm \u201eGemeindeschwester 2.0\u201c des Hess. Sozialministerium ist anzustreben. Diese Gemeindepfleger*innen schlie\u00dfen in ihrer Funktion als &nbsp;aufsuchender soziale K\u00fcmmerer die L\u00fccke zwischen medizinischer und psychosozialer Betreuung. Gerade f\u00fcr alte Menschen wird so durch aufsuchende praktische Unterst\u00fctzung die M\u00f6glichkeit einer selbstst\u00e4ndigen Lebensf\u00fchrung erweitert und im Bedarfsfall die sachgerechte&nbsp; Einsteuerung in soziale Hilfesysteme geleistet. Die \u201eGemeindeschwester 2.0\u201c arbeitet sinnvollerweise in Kooperation mit dem Hausarzt, ist dort angegliedert und vom Land gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen zur Erh\u00f6hung der Attraktivit\u00e4t des Standortes Wolfhagen zur Niederlassung von \u00c4rzten sollen weitergef\u00fchrt werden, ebenso f\u00fcr die Gewinnung weiteren qualifizierten medizinischen Personals.<\/p>\n<p><em>(Aufgestellt und verabschiedet auf der Jahresmitgliederversammlung des Ortsverband Wolfhagen am 16. Dez. 2020.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Klimaschutz Klimaschutz ist als eine generationen\u00fcbergreifende kommunale Daueraufgabe zu verstehen. Ein zus\u00e4tzliches Bewertungskriterium, welches bei allen kommunalen Ma\u00dfnahmen es zu ber\u00fccksichtigen gilt. 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