Grünes Wahlprogramm 2026

Uns GRÜNEN ist es ein Herzensanliegen, dass die Kernstadt und alle Stadtteile ihre Lebendigkeit bewahren und das dort vorhandene […manchmal vielleicht auch noch versteckte…] Potential weiterentwickelt wird. Wir engagieren uns dafür, dass Wolfhagen lebenswert bleibt und Attraktivität erhält. Die Stadtentwicklung muss darauf ausgerichtet sein, junge Familien die Möglichkeit zur Ansiedlung zu bieten und auch darin zu unterstützen, in den innerstädtischen Kernbereichen leben zu wollen. Deshalb haben wir Pläne ausgearbeitet, wie durch geschickte Kombination von Fördermöglichkeiten und unter Anleitung von Architekten und Stadtplanern attraktive Wohnmöglichkeiten auch in Altstadtbereichen geschaffen werden können.
Da diese Fragen auch andere Kommunen beschäftigen, wäre es wünschenswert, wenn im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit hier Lösungen gefunden werden. Eine interkommunale Wohnungsbaugenossenschaft im Landkreis Kassel für alte Kernbereiche könnte hier ein wichtiger Schritt nach vorne sein.

Weiterhin gehören zu unserem Bild einer guten Stadt florierende klein- und mittelständige Betriebe, Handwerk und produzierendes Gewerbe um Arbeitsplätze und Kaufkraft vor Ort zu generieren und auch zu halten. Wir sollten dazu die vorhandenen Flächen für Gewerbe vorrangig nutzen, also vorhandene Flächenressourcen attraktiv zu gestalten. Landfläche ist eine begrenzte Ressource und wir sind mit dem Kreisbauernverband seit langem einer Meinung, dass wir leichtfertigen „Flächenfraß“ in der Landschaft unbedingt vermeiden sollten und Flächenversiegelungen so gering wir möglich halten. Das trift übrigens auch für die sog. „Schottergärten“ zu, die viele Nachteile aufweisen und eine Fehlentwicklung der privaten Gartengestaltung darstellen.

Wir erwarten von den Regionalwerken und den Stadtwerken ein schlüssiges Gesamtkonzept zum Ziel 100% Strom regional zu erzeugen. Diese Konzept soll verschiedene Maßnahmen integrieren, wie den Bau von Windrädern, Stromspeicheranlagen, Photovoltaik auf gewerblichen Dächern, eine Überdachung von Parkplatzanlagen mit PV-Modulen (wie in südlichen Ländern bereits anzutreffen, mit dem gewünschten Effekt einer Schattierung der Fahrzeuge an heißen Sommern) u. a. m. . Es sollte der ökologisch sinnvollste Weg gewählt werden, dabei ist die Ökonomie sicher eine Größe, aber nicht die Einzige. Windenergieanlagen in exponierten Waldlagen des Mittelgebirges und Flächen-PV-Anlagen sind sicher die ertragreichste und kostengünstigste Lösung, doch Argumente dies Natur- und Landschaftsschutzes müssen bei Stadtortfragen ebenfalls in die Entscheidung einfließen. Vorher alle belasteten Flächen und freien Dächer nutzen ist sinnvoll. Deshalb: Schlüssiges Gesamtkonzept erstellen und Bedarfe erklären.

Es ist aber Fakt, dass die Belastung der Umwelt durch Photovoltaik und Windräder mit Abstand am Niedrigsten ist und es ohne Verkehrs- und Wärmewende keine Klimaziele erreicht werden können. Hier kann man mal schauen, was Prof. Dr. Volker Quaschning, Hochschule für Technik und Wirtschaft, HTW Berlin im Gespräch mit dem Podcaster Lasse Rheingans zur aktuellen Situation (2025) sagt: https://www.youtube.com/watch?v=KUw6kvB2nGY

Anderes Thema: Wir GRÜNEN haben uns in der Vergangenheit immer wieder dafür engagiert, dass keine Pestizide und Fungizide auf öffentlichen städtischen Flächen eingesetzt werden. Wir möchten unverändert erreichen, dass die städt. Pachtverträge für landwirtschaftliche Flächen dies ebenfalls vorgeben, um Insekten und Vögel zu schützen. Dazu gehören auch Feldholz-/Heckeninseln und eine Randbeflanzung von Wirtschaftswegen.

Ehrlichkeit und verantwortungsbewußtes Handeln
bedeutet für uns GRÜNE auch, dass wir a) die Anliegen aller versuchen im Blick zu behalten und uns b) für Lösungen einsetzen, die realistisch sind. Dazu gehört für uns auch, die finanziellen Spielräume des städtischen Haushaltes zu berücksichtigen. Deswegen machen wir keine falschen Versprechungen, die auf Dauer nicht eingehalten werden können. Dies ist auch ein wichtiger Punkt bei Thema Straßenausbaubeiträge. Hier setzen wir uns für eine gerechtere Regelung – Quartierslösung -ein, die alle Bürger und Bürgerinnen und die Realität der Stadtfinanzen im Blick hat: Hauseigentümer mit wenig Einkommen und Mieter. Also, Hauseigentümer nicht mit vier- bis fünfstelligen Summen beim Straßenausbau belasten, sondern dies auf alle Eigentümer im Quartier (Siedlungsbereich) durch kleinere, wiederkehrende Beiträge zu verteilen und „Omas Häuschen“ durch eine Belastungskappungsgrenze schützen und eine, sonst unausweichliche, erhebliche Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes zu vermeiden.

Die Wolfhager GRÜNEN haben seit ihrer Gründung das ökologische Wohlergehen als lebenswerte Stadt im besten kommunalpolitischen Blick. In der Stadtverordnetenversammlung setzen sich die GRÜNEN Stadtverordneten dafür ein, kommunale Fragen auch überparteilich zu lösen; im Stadtparlament „Berlin“ oder „Wiesbaden“ abzubilden, erscheint uns hier vor Ort als nicht hilfreich. Von allen Formen des Zusammenlebens in einem Gemeinwesen (Kommune/ Staat) hat sich, nach unserer Ansicht, die Demokratie mit ihrer Gewaltenteilung, unabhängigen Justiz und freien Presse als die beste für Wirtschaft, Frieden und die Freiheit des Einzelnen herausgestellt. Die historische Erfahrung zeigt: Autoritäre Systeme („Starker Mann“ / Ultrareiche Führungsriegen / Ein-Parteien-Systeme, etc. ) haben sich nach anfänglich blumigen Versprechungen von Größe, Stärke und Wohlstand für jeden Bürger in das Gegenteil, in totalitäre Staaten verwandelt in denen bürgerliche Freiheiten und gesellschaftlicher Fortschritt und Kultur unterdrückt werden. Deshalb sind wir GRÜNEN – trotz aller Mängel – von unserer Demokratie begeistert…und an deren Unzulänglichkeiten wollen wir gerne arbeiten. Auch in Wolfhagen. Vielleicht auch mit Ihrer Unterstützung! :-)))